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Eine Geschichte von Dialog und Beziehung

Abram – Abraham

walking-in-the-desertDie erste Geschichte in der wir in der Bibel von Abram hören ist, wie Gott zu ihm spricht:

Der Herr sprach zu Abram: „Zieh weg – geh geh!“ (Gen 12, 1)

Ein paar Zeilen davor wandert Terach mit seinem Sohn Abram, seinem Enkel Lot, dem Sohn Harans und seiner Schwiegertochter Sarai der Frau seines Sohnes Abraham aus. Und sie wanderten miteinander aus Ur in Chaldäa in das Land Kanaan. Als sie aber nach Haran kamen siedelten sie sich dort an. (vgl. Gen 11, 31f)

Mit dem Tod Terachs endet die Geschichte in Haran. Endet mit ihm auch das Weiterleben seines Clans? Denn Sarai die Frau Abrahams ist unfruchtbar!

Und Lot? Er hat zwei Töchter die von ihm Kinder bekommen und die Stämme die aus ihnen entstehen sind die Moabiter und die Ammoniter (Gen 19,30-38). Jene Stämme, die beim Auszug der Israeliten aus Ägypten diese nicht mit Brot und Wasser versorgten. Seine Frau wird nur erwähnt als diejenige die nicht auf Gottes Anweisung hörte und so als versteinerte Salzsäule endet.

Abram wird von Gott angesprochen

Und nun spricht der Herr zu Abram: „Zieh weg, – geh geh!“ Und die Antwort Abrams ist : „Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte.“ (Gen 12, 6)

Gen 11, 31 berichtet daß Terach seinen Sohn Abram mit sich nahm. Warum ziehen sie nicht weiter sondern bleiben in Haran?

Haran ist der Name des jüngeren, verstorbenen Bruder Abrams und des Ortes, wo sich Terach mit Familie ansiedelt nach dem Auszug aus Ur in Chaldäa. Gen 24, 10; 27, 43; 25, 20 Gen 11, 27

Abram wird von Gott in der Einzahl angesprochen: „Geh! Geh, geh…. aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft aus deinem Vaterhaus, in das Land…. Ich werde dich groß machen, dich segnen und deinen Namen groß machen.“

Segen gibt in Bibel das Familienoberhaupt: Isaak, Jakob … Den Namen gibt der Vater seinem Kind. Gott will hier sagen ich bin dein Vater durch mich wirst du einen Namen haben, durch mich wirst du Segen sein. Gen 12

Die religiöse Vorstellung im Altertum bindet die Gottheit an ein bestimmtes Gebiet. Der Gott Abrams braucht Land wo er König sein kann.

dsc_0572Abram sagte: „Ich erhebe meine Hand zum Herrn, dem höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmel und der Erde.“ Gesegnet sei Abram vom höchsten Gott dem Schöpfer des Himmel und der Erde. Gen 14, 22

Zwei Menschen glauben an einen Gott: Melchisedek und Abram. Sie treffen sich am Brunnen in Beerscheva. Melchisedek hat keine Nachfolger im Glauben. Mit ihm endet sein Glaube. Nicht so bei Abram. Sein Glaube setzt sich fort im Glauben der Juden, der Christen und auch der Muslime. Gen 14,18

Abram hat das Bedürfnis seinen Glauben zu verkünden. vgl: „Geht in alle Welt und verkündet, sagt Jesus zu den Jüngern.“

Abraham nimmt seine ganze Habe und die Knechte und Mägde die sie in Haran erworben hatten.

Auch mit Mose ziehen viele mit. „ein großer Haufen anderer zog mit ihnen hinauf“ (Ex 12, 38)

Abram teilt seinen Glauben „Der erste Missionar“

Bund der Verheißung von Nachkommen, und Landbesitz. Grenzen werden gezogen. vgl Gen 15

Sarai greift ein. Sie sieht, daß mit vorgerücktem Alter immer weniger Hoffnung auf Nachkommen besteht. Durch die Magd will sie sich Kinder beschaffen. Abraham hört auf sie. Ismael wird geboren. 13 Jahre danach schließt Gott mit Abram einen zweiten Bund. Gen 16, 1-16. Bund der Beschneidung (Gen 17,11) Das Organ das zeugt ist in diesen Bund miteinbezogen den nach der Beschneidung wird Isaak gezeugt (Gen 21, 1-8)

Gott ändert nun den Namen von Abram zu Abraham (Vater der Menge) Zweiter Bund in Gen 17

Gott ist zu Gast bei Abraham. Da sagt sich der Herr, soll ich Abraham verheimlichen, was ich vorhabe? Gen 18

„Denn ich habe ihn dazu auserwählt, das er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm aufträgt, den Weg des Herrn einzuhalten und zu tun, was gut und recht ist. Abraham handelt mit Gott.“ (Gen 18, 19)

Abraham nimmt Verantwortung war „Vater der Menge“ zu sein.

Abraham tritt für Fremde ein. Er kann sich nicht vorstellen, daß vielleicht auch Gerechte dem Gericht verfallen. Am Ende gibt es selbst keine 10 Gerechten damit die Stadt gerettet werden könnte. Lot der als Fremder die Gastfreundschaft kennt ist der Einzige mit seiner Frau und seinen Töchtern, die dem Gericht entrinnen.

Die Sünde von Sodom und Gomora ist, daß sie die Gastfreundschaft nicht respektieren!

Lot sagt: „Seht ich habe zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannt haben. Ich will sie euch herausbringen. Dann tut mit ihnen, was euch gefällt. Nur jenen Männern tut nichts an: denn deshalb sind sie ja unter den Schutz meines Daches getreten. Sie schrien: „Kommt da so ein einzelner Fremder daher und will sich als Richter aufspielen!“

Die Ehre der Gastfreundschaft ist höher als die Ehre der Familie!

Im Orient gilt die Regel, daß wenn du als Gast im Hause bist ist der Gastherr verantwortlich für deine Sicherheit ist. Darum ist Lot bereit daß seine zwei Töchter vergewaltigt werden aber den zwei Fremden wird kein Haar gekrümmt. Eine unglaubliche, ja unmenschliche Bereitschaft! Denn ein junges Mädchen muß als Jungfrau in die Ehe gehen. Das gilt auch heute noch. Wenn es nicht so ist, wird durch die Tötung des Mädchens die befleckte Ehre der Familie wieder hergestellt! Somit kann man sagen ist die Ehre der Gastfreundschaft höher die nicht befleckt werden kann als die Ehre der Jugfräulichkeit die geopfert wird um die Ehre der Gastfreunschaft zu wahren.

Abrahams absoluter Glaube

Mit Isaaks Geburt scheint nun alles heil zu werden. Die Zukunft ist gesichert durch einen Nachkommen. Gott hielt sein Versprechen. vgl. Gen 21

Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe:

Was wird auf die Probe gestellt?
Abrahams Glauben, sein Vertrauen in den Bund der Verheißung?

Abrahams Antwort auf Gott ist ein absoluter Glaube!
Abraham kann nicht anders als diesem Gott zu gehorchen!

Glauben heißt, auf das Gute warten können auch wenn in diesem Moment es als unmöglich erscheint oder sogar alles dagegen spricht. Wann wird Glauben gefordert, auf die Probe gestellt? Doch eben in diesen Moment wo alles dagegen spricht!

Glauben ist die Offenheit die alles einschließt. So wie z.B. den Widder der plötzlich da ist als Abraham aufblickte.

Vielleicht war er von Anfang an da. Aber weil ich so beschäftigt war mit meinem Schmerz, mit dem Verstehen wollen…, so besetzt von meinen Gedanken und Vorstellungen, bemerkte ich ihn nicht. vgl. Gen 22, 1-19

Der Text sagt „Nimm … deinen Sohn“ – Abraham sagt ich habe zwei Söhne. Welchen?„deinen Einzigen“ – Dieser ist der einzige Sohn von seiner Mutter und dieser auch für den gilt: „Den du liebst!“

Abraham gehorcht ohne ein Wort zu sagen und ohne eine Forderung zu stellen. Er ist alleine mit seinen Sorgen, alleine mit dem Gott dem er nur gehorchen kann.

In dieser Geschichte kommt auch zum ersten mal in der Bibel das Wort Liebe vor. Und man kann es in Verbindung mit Schmerz, Leid, Gehorsam, in das Unglaubliche Vertrauen können sehen.

In 1 Joh 4, 9 heißt es: „Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, daß Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.“

Tod am Kreuz bedeutet Schmerz, Leid, Gehorsam , Vertrauen in das Unglaubliche! Wir stellen uns unter Liebe oft schöne Gefühle, Sonne, … vor!

Es geht Qualitäten die Abraham anders machen als seine Landsleute. Er ist derjenige, der als erster Gott erkennt als Schöpfer von Himmel und Erde. Er ist derjenige, der auf das Wort Gottes hört. Er ist derjenige der Glauben und Vertrauen in diesen Gott zeigt. Er ist derjenige der Gerechtigkeit mit Barmherzigkeit verbindet. Denn er kann sich nicht vorstellen, daß vielleicht auch ehrliche Menschen in der Zerstörung von Sodom und Gomora umkommen.

Hier zeigt sich, daß Gerechtigkeit und Ehrlichkeit einiger Weniger eine ganze Gemeinschaft vor der Zerstörung retten kann.

Abraham hatte einen absoluten Glauben an Gott und einen absoluten Gehorsam seinem Wort gegenüber.

Er kann auch in einer Situation wo die ganze Zukunft, selbst der Bund der Verheißung keinen Sinn mehr macht, nicht anders als gehorchen und tun was Gott sagt.

Ein Vergleich von Abraham wie die Bibel ihn kennt und was der Muslim über ihn sagt:

Für den muslimischen Glauben ist Abraham die Zentralfigur auf die Mohammed seine Botschaft aufbaut.

Die Geschichte Abrahams, wie der Koran und die Traditionen im Islam sie erzählen, ist die Geschichte Mohammeds.

Der Koran besteht aus 6.000 Versen. Davon sprechen 200 über Abraham. Abraham war ein Götzenanbeter. Es werden jüdische Midraschim Geschichten im Koran aufgenommen.

Koran 22,27: Vater der Muslime

Bibel: Gal 3:6-7; Röm 4:11; Jes 51:1-2:

  • Vater der Christen, Vater aller die als Unbeschnittene glauben.
  • Vater der Juden: Vater aller, die als Beschnittene glauben

Koran 19, 42; 21 51-70; 37 91,98 Wegzug und der Ruf Gottes an Abraham

Motiv im Koran: Der Auszug ist Kampf gegen den Götzendienst und so war er im ständigen Konflikt mit dem Viel-Gottglauben.

Motiv in Bibel: Hingabe, Glauben an Gottes Verheißung, Hoffung auf verheißenes Land, Segen und Fruchtbarkeit.

Koran: Abraham ist der Vater des Ein-Gottglauben; Hingabe an Gott; Seine Rolle ist, die Ankunft Mohammeds vorauszusagen.

Bibel: Abraham ist der Vater der Verheißung, Vater des Bundes; Seine Rolle ist Vater des Volkes aus dem die Verheißung geboren wurde zu sein. Das ist für uns Christen, Christus; für die Juden, der Messias.

Abraham –Ibrahim im Verständnis des Muslim

Da Einheitlichkeit und die Kontinuität der göttlichen Belehrung äußerst wichtig für Mohammed ist, braucht er eine Gestalt, die bevor die Juden und die Christen die Schrift verfälschen konnten, die wahre Botschaft ungetrübt übermittelt hat. Abraham wird Zentralfigur, mit der Mohamed das historische Fundament seiner eigenen Botschaft beginnt. Sura 6, 161

In der Religion war Abraham ein Hanif – ein Gottessucher – ein Frommer

Geschichte Abrahams  im Islam Ibrahim ausgesprochen: Die Midraschim Geschichten über Ibrahim werden herangezogen um der Botschaft glauben zu schenken und Kontinuität zu zeigen die das alte und neue Testament übersteigt. Abraham als Kämpfer gegen falsche Götter und Götzen, als Diener des wahren Gottes.

Sure 6, 161: Das Merkmal des wahren Propheten ist, die Belehrung treu zu übermitteln. Seine prophetische Mission ist die Auseinandersetzung mit dem Götzendienst. Bezeugung des einzigen Gottes.

Ibrahim ein Prophet – Nabi, Prediger und Warner für das Volk so wie Hennoch, Ibrahim, Isaak, Jakob, Aron, David, Salomo, Elija, Hiob, Jona, Johannes der Täufer und sein Vater Zacharias.

In der Bibel Abram ein Mann der seinen Namen im Laufe seiner Geschichte geändert bekommt von seinem Gott, dem er nur gehorchen und an den er nur glauben das heißt ihm vertrauen kann. Die Geschichte mit Abram beginnt in der Bibel, nachdem Gott bereits zweimal einen Bund mit den Menschen eingegangen ist. Und die Geschichte Abrams beginnt mit der Forderung, auszuziehen aus der vertrauten Umgebung.

Der Glaube Abrahams ist der Glaube der Menschen im Orient:

Glauben ist tägliches Leben. Keine Privatsache sondern Gemeinschaftssache. Ein sich Entscheiden, denn mein ganzes Leben, alle Aspekte in meinen Leben müssen aus meinen Glauben heraus gelebt, gedacht gehandelt werden. Abram zieht weg. Alles wird einbezogen in seinen Glauben an diesen Gott. Abram glaubte Gott dem Herrn und rechnete es ihm als Gerechtigkeit an (Gen 15, 6)

In Abraham erkennen wir etwas von uns selber!

Er hörte eine Stimme die nicht einer von ihm bisher verehrten Gottheit gehörte. Aus den bisherigen Vorstellungen, Praktiken im Religiösen wurde er herausgerissen. Die Gottesverehrung war nicht mehr an das Bestehende gebunden. Frömmigkeit als ein sich Einlassen, Vertrauen auf Neues ist gefragt. Abraham bleibt dem Bestehenden nicht mehr verhaftet. Er lässt sich auf das Wagnis ein und zieht weg. Er gibt seine Sicherheiten auf. Mit der Geschichte Abraham wissen wir, nur wenn wir aufbrechen, können sich die Verheißungen erfüllen.