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Bethlehem in Judäa und Bethlehem in Galiläa

Eine ‚biblische Halskette‘ über die Geburtsstadt Jesu

Bei dieser Halskette werden wir die drei Teile des Bundes verwenden, die in der Torah, den Propheten und den übrigen Heiligen Schriften der jüdischen Bibel zu finden sind. Diese drei Teile zeigen gut die Einheit und die Treue Gottes zum Bund mit dem Volke Gottes.

In unserer Halskette haben wir die verschiedenen Stadien der Geschichte Israels:

In der Genesis aus der Torah, die Zeit der Patriarchen;

in den früheren Propheten:
mit Josua die Verteilung des Landes,
bei den Richtern die erste Besiedelung,
in den Samuelbüchern das Königtum Davids,

und bei den späteren Propheten:
Micha wurde vor dem Babylonischen Exil geschrieben,
Jeremia während des Exils.

In den Heiligen Schriften:
Nehemia und Esra, Bücher, die nach dem Exil geschrieben wurden,
und das Buch Ruth, das die Grundlage für die Genealogie Davids gibt, von dem der Messias kommen wird.

Der heidnische Hintergrund
der Stadt Bethlehem in Judäa zeigt, wie Gott die Geschichte des Bundes in eine heidnische Kultur inkulturieren kann: Bethlehem, Haus des Brotes, לחם, oder Haus des Fleisches und auch Haus des Krieges (da das Wort für Krieg milchamah מלחמה ist, buchstäblich: der Ort des (Kampfes für) Brot oder Fleisch, was Krieg aus wirtschaftlichen Gründen bedeutet. Die Kanaanäer haben einen Tempel auf dem Hügel gebaut, der als der Hügel der Geburt bekannt und wahrscheinlich dem Gott Lehem geweiht war. Der Tempel, und danach die Stadt, die um ihn herum herangewachsen ist, wäre dann bekannt gewesen als Beth Lehem, “Haus (Tempel) des Lehem”. https://en.wikipedia.org/wiki/Bethlehem

Torah:

Genesis, Gen 35,16: Dort lesen wir von der Geburt Benjamins in der Nähe des Dorfes Bethlehem. Er war der letzte Sohn Rachels, die bei der Geburt des Kindes gestorben ist. Hier sehen wir die Zeit der Patriarchen in der Geschichte des jüdischen Volkes. Rachel war die geliebte Frau Jakobs, und aus Bethlehem wird der erste König Israels, Saul (Schaul), kommen

Frühe Propheten:

Josua 15,19: Die Zeit der Eroberung. Im ersten Buch der Propheten lesen wir, dass Ephrata = Bethlehem innerhalb des Gebietes von Judäa liegt, und Judah ist der vierte Sohn Leas. Die Gebiete von Judah und Benjamin haben gemeinsame Grenzen.

Josua 19,10-16: Bethlehem in Galiläa ist wo Sebulun, der sechste und letzte Sohn Leas, sein ihm zugeschriebenes Gebiet erhalten hat (bei Kattath und Nahallal, Schimron und Idalah und Bethlehem: zwölf Städte mit ihren Dörfern). Diese Städte mit ihren Dörfern sind das Erbteil der Kinder Sebuluns nach ihren Familien.

Richter: Besiedelung des Landes

Buch der Richter 12,8: einer der sogenannten “Kleinen Richter” während der frühen Besiedelung Israels, Ibzan, kam aus Bethlehem in Galiläa und wurde dort beerdigt.

Das Buch der Richter kennt die beiden Bethlehem, Bethlehem in Galiläa und Bethlehem in Judäa, wo nach Richter 17-19,18 die Geschichte des Leviten stattfindet, der hinging, um als Fremder im Lande zu leben, und dann begann der erste Bürgerkrieg wegen des Verhaltens des Stammes Benjamin. Hier spricht das Buch der Richter von Bethlehem in Judäa oder einfach von Bethlehem.

Die Bücher Samuel: der Beginn des Königtums. Der zweite König Israels, David, kommt aus dem Stamme Judah und aus dem Dorf Bethlehem. Er war Hirte und wurde dann zum Hirten Israels.

2 Samuel 23,13-17 spricht von drei Kriegern: Einmal haben die Philister Bethlehem in Judäa erobert und hatten dort ihr Lager. David, der sich mit seiner kleinen Streitmacht in Höhlen der Region verborgen hielt, bekam Heimweh. “Oh, dass mir jemand doch etwas von dem guten Wasser Bethlehems holen würde”, dachte er. Seine drei besten Krieger durchbrachen die Feindeslinien und holten etwas Wasser für ihren Anführer. Durch ihre Liebe beschämt, hat David es ausgegossen. In 2 Samuel 23,24 war Asahel, der Bruder Joabs, einer der dreißig Krieger; Elhanan, der Sohn des Dodo aus Bethelehm war ein anderer.

Spätere Propheten

Micha vor dem Babylonischen Exil. Micha 5,1 sagt, dass Ephrata, Bethlehem klein ist, aber nicht weniger wichtig. Hier müssen wir den historischen Kontext anschauen. Und wir können auch eine universelle Dimension der Geschichte des Bundes und eine messianische Hoffnung auf Frieden sehen (5,4-5).

Jeremia sagt während des Exils, dass das Exil das Ergebnis sein wird, “wenn ihr nicht auf die Stimme der Propheten hört”. Aber in Jer 31,15, während des Exils, gibt er eine Botschaft des Trostes: Wenn der Herr in der Vergangenheit gerettet hat, wird Er auch in Zukunft retten… wenn ihr auf seine Stimme hört.

In den Heiligen Schriften

Ruth 4,11 gibt eine Grundlage für die Genealogie Davids (Ruth soll werden wie Rachel und Leah).

1 Sam 17,12: David war der Sohn eines Mannes aus Ephrata, Ischai aus Bethlehem in Judäa.

Esra und Nehemia, die nach dem Exil geschrieben wurden, sprechen von der Rückkehr aus dem Exil, aber zu welchem Bethlehem? Nehemiah 7,26: 188 Männer aus Bethlehem und Netofa kehrten zurück, aber zu welchem Bethlehem – denn wie wir gesehen haben, gibt es zwei, Bethlehem in Judäa und Bethlehem in Galiläa. Kehrten die Männer nach Bethlehem in Galiläa zurück? Netofa ist ein Tal in der unteren Jesreel Region von Galiläa, in der Mitte zwischen Tiberias und Haifa.

Im Neuen Testament

können wir auf der theologischen Ebene sagen, dass Jesus in Bethlehem in Judäa geboren wurde, da dies die Stadt ist, von der David kam, und wo er als König Israels gekrönt wurde. Es ist auch die Stadt, die durch Rehoboam, Sohn des Königs Salomo (2 Chr 11,5), als befestigte Stadt gebaut wurde. Rehoboam lebte in Jerusalem und baute Städte, um Judäa zu verteidigen. Er baute Bethlehem, Etam, Tekoa. Auf historischer und auch auf menschlicher Ebene ist es naheliegend, daß Jesus in Bethlehem in Galiläa geboren wurde, da seine Familie aus Galiläa kam.

Wir fügen hinzu, dass die Geographie theologische Bedeutung hat:

  • Bethlehem in Judäa liegt auf dem Rücken der Judäischen Hügel und nahe bei der Wüste, also dem Ort der Leere, der Demut.
  • Galiläa ist ein offenes Gebiet, offen für die Nationen, weniger trocken, mit Pflanzen, Wasser…

Das Neue Testament identifiziert Bethlehem als den Geburtsort Jesu. Welches Bethlehem?

Bethlehem in Judäa. Als Jesus lebte, nannte man diese Region normalerweise nach der Einteilung, die Herodes der Große vorgenommen hatte. Er teilte das Land, über das er regierte, in drei große Gebiete und gab je eines an jeden seiner drei Söhne: Judäa, Samarien und Galiläa. Im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 2,19-21 wird gesagt: „Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel, denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel.”

Bethlehem in Galiläa: Wegen seiner Nähe zu Nazareth glauben manche Historiker, dass dies das Bethlehem ist, wo Jesus geboren wurde. Im Jerusalemer Talmud wird es Beth Lehem Zoria genannt, da es zu der Zeit Teil des Reiches von Tyrus war. Bis spät im 19. Jahrhundert konnte man dort die Reste einer Kirche und einer Synagoge sehen, und archäologische Befunde “aus der frühen römischen Zeit” zeigen, dass es eine wohlhabende Stadt war. So wird das biblische Bethlehem von Sebulon “von Archäologen mit dem heutigen Bethlehem von Galiläa identifiziert” (wikipedia.org/wiki/ Bethlehem_of_Galilee.) Dieses Bethlehem in Galiläa liegt innerhalb der Grenzen von Tyrus.

2 Sam 5,11: “Hiram, der König von Tyrus, schickte eine Gesandtschaft zu David und ließ ihm Zedernholz überbringen; auch Zimmerleute und Steinmetzen schickte er, und sie bauten für David einen Palast.” Joseph war Zimmermann; Jesus wußte Bescheid über Fischen… beide Gewerbe sind inTyrus zu finden.

Mt 15,21: “Von dort zog sich Jesus in das Gebit von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.” Im Text fährt Jesus fort und sagt: “Ich bin nur zu den Schafen des Hauses Israel gesandt.”

Mk 7,24: “Jesus brach auf und zog von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben. Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen. v31: Jesus verließ das Gebiet von Tyrus wieder…”

Apg 21,4: Paulus auf dem Weg nach Jerusalem hat “Jünger ausfindig gemacht; wir blieben siebenTage bei ihnen. Auf eine Eingebung des Geistes hin warnten sie Paulus davor, nach Jerusalem zu gehen. Als die Tage um waren, brachen wir zur Weiterreise auf, und alle, auch Frauen und Kinder, begleiteten uns bis vor die Stadt. Am Strand knieten wir nieder, beteten und nahmen Abschied voneinander. Dann gingen wir an Bord, jene aber kehrten nach Hause zurück. So fuhren wir von Tyrus ab und beendeten unsere Seereise…” Wir kamen an und begannen, nach Jerusalem hinaufzugehen.

Kam Josef aus Bethlehem in Galiläa? Ist das der Grund, weswegen er dorthin gehen mußte, um sich gemäß dem Aufruf der Römer zu registrieren? Und historisch gesehen, wurde der Mensch Jesus dort geboren?

Gab es eine Gemeinschaft von Jüngern in Tyrus, da die Apostelgeschichte sagt, dass Paulus dort vorbei ging, bevor her nach Jerusalem hinauf ging; und gab es dort sogar Verwandte von Jesus?

Das Thema der Geburt Jesu in Bethlehem in Judäa ist eine theologische Aussage, bevor es eine historische ist; es gehörte zum jüdischen religiösen Glauben der Zeit des Zweiten Tempels, dass der Messias dort zur Welt kommen würde. Und dieser Glaube war auf biblischen Texten gegründet oder auf der Interpretation von Texten. Für das Evangelium nach Matthäus (Kapitel 2) ist Jesus in Bethlehem geboren, um die Prophezeiung des Propheten Micha zu erfüllen: (5,1) “Aber du, Bethlehem-Ephrata, so klein unter den Gauen Judäas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll.”

Für Lukas (Kap. 2) ist Jesus in Bethlehem in Judäa geboren, weil nach der Schrift, er aus dem Hause Davids stammen würde, und David kam aus Bethlehem in Judäa: “Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren…”

Nach dem synoptischen Text mußte Jesus tatsächlich in Bethlehem in Judäa geboren werden, da laut der Interpretation der Bibel der Messias dort geboren werden sollte. Das heißt, theologisch gesehen mußte Jesus in Bethlehem in Judäa geboren werden. Aber die Texte behaupten nicht, dass sie einen historischen Bericht über Jesus geben. Wenn dies die Absicht der Autoren gewesen wäre, müßten wir mehr Information über das Leben Jesu haben. Die Autoren waren daran interessiert, den Jesus des Glaubens zu präsentieren, den Jesus, den die Gemeinschaft der Gläubigen nach seinem Tod und seiner Auferstehung erfahren hatte. Der christliche Glaube ist nach-österlich. Und die zentrale Behauptung sagt, dass alles gemäß der Schrift geschehen ist, das heißt, nach der Interpretation oder nach einer Interpretation, die mündlich überliefert wurde, und der Jesus in den Interpretationen der Texte entspricht.

Tatsächlich wurde der Jesus, der in Bethlehem geboren wurde, der gläubigen Gemeinde verkündigt, die ihm folgte. Er starb in Jerusalem und ist wieder auferstanden, und im Lichte der Auferstehung wurde er als derjenige gesehen, der kommen sollte, und gemäß der Schrift sollte dies in Bethlehem in Judäa geschehen.

Im Evanglium nach Johannes (7,42) gibt es eine interessante Überlegung, der wir normalerweise keine große Aufmerksamkeit schenken, aber die dort gestellte Frage bleibt unbeantwortet und ist wahrscheinlich ein Rest an historischer Information über die Geburt Jesu, von dem die Gemeinde in Galiläa behauptete, er sei einer von ihnen: kam er aus Bethlehem in Sebulon und nicht aus Bethlehem in Judäa? “Kann der Christus aus Galiläa kommen? Sagt die Schrift nicht, dass der Christus aus dem Samen Davids sein wird, und dass er aus Bethlehem, der Stadt Davids, war?” Diese Frage sagt, dass er aus Galiläa war und von daher nicht der Wahre sein konnte, da der Wahre in Bethlehem in Judäa geboren werden sollte.

Schlußbemerkung

Durch diese Geschichte Bethlehems können wir sehen, dass Gott seinen Weg durch unsere richtigen und auch unsere krummen Wege schlägt (die Geschichte der Richter, der Könige…).

Wir können auch sehen, wie frei der Herr ist in seiner Wahl: Saul kam nicht aus dem Stamme Juda; dann hat der Herr schließlich David aus dem Stamme Juda gewählt. Eine der Vorfahren Davids (Ruth) wählte, Teil des Volkes Israel zu sein, aber sie wurde nicht als Teil des Volkes Israel geboren.

Die Kontinuität des Projektes Gottes und Gottes Treue bis heute für dieses Projekt, die tiefe Beziehung zwischen dem Alten Testament und dem Neuen Testament.

Bis heute pilgern Menschen nach Bethlehem in Judäa als dem Ort der Geburt Jesu. Und dies ist wertvoll. Wieviele Generationen von Christen haben an diesem Ort gebetet!

Können wir hoffen, dass eines Tages Pilger Bethlehem in Galiläa besuchen werden, ohne Bethlehem in Judäa zu vernachlässigen? Ein möglicher wahrer Ort der Geburt Jesu, wie im Evangelium nach Johannes festgehalten wird, was ein Bewußtsein der galiläischen Gemeinde widerspiegelt.

Sr. Ann Catherine and Sr. Juliana