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<span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Mein Gott, ich bitte Dich um die Gnade, mir das dauerhafte Gefühl Deiner Gegenwart zu verleihen, Deiner Gegenwart in mir ... </span> <span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Mein Gott, wenn es Dich gibt, lass mich dich erkennen.“ </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Ich habe eine Vorliebe für die Kinder Ismaels. Wir sind ja mehr oder weniger Cousins. So lasst uns für Ismael ... </span> <span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Gott ist heute mit uns, genügt das nicht?“ </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Ich rate euch, gebt umsichtig Acht auf eure Gesundheit.“ </span> <span class="fancy-title">Edith Stein</span><span>„Durch die Selbsterkenntnis nähern wir uns Gott. Darum wird sie niemals überflüssig.“ </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Ich gründete meine Zuversicht in Gott und Gott hat mich nie enttäuscht.“ </span> <span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Der Glaube der Moslems hat mich wieder zu meinem Glauben geführt!“ </span> <span class="fancy-title">J.H. Newmann</span><span>„Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt die Kraft zum Tragen.“ </span> <span class="fancy-title">Ignatius v. Loyola</span><span>"Nur wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, wenn sie sich IHM ganz überließen." </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Je älter ich werde, um so mehr bin ich davon überzeugt, dass die Arbeit von Sion eine Aufgabe des Augenblicks ... </span>

Advent 2017

Gedanken zu Jesaja 2,1-5 und Mt 24, 37-44

Die Zeit leuchtender Kinderaugen in denen sich zunehmend mehr Kerzen spiegeln, beginnt! Oder was verbinden Sie mit diesem Sonntag? Auf jeden Fall ist es der Beginn eines neuen Kirchenjahres, eines neuen Durchgang durch die verschiedenen Feiern der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen.

Wir Menschen brauchen in unserem Leben Festzeiten und Feiertage, die unserem Alltag Rhythmus und Unterbrechung geben. Gottes Leben mit uns hilft uns diesen Rhythmus des Lebens nicht zu vergessen.

Advent also, auf lateinisch „advenire“ – auf etwas zu gehen, entgegen kommen. Was kommt auf uns zu? Auf was gehen wir zu? Gehen wir überhaupt auf etwas zu, in Wachheit für das was ist, um uns herum, in uns – vielleicht in Sorge oder in Vorfreude? Oder sind wir trüb in der Routine des Alltags, in den Schmerzen von Krankheit versunken?

Die Worte Jesu im Evangelium heute sind ein ziemlicher Weckruf! Dass wir wachsam und bereit sein sollen für die Ankunft Gottes in unserem Leben. Jesus ist damals vor 2.000 Jahren zur Welt gekommen, in Bethlehem, im von den Römern besetzten Land der Juden. Uns wird gesagt, er wird auch wiederkommen am Ende der Zeit, und er will Tag für Tag ankommen in unserem Herzen. Bethlehem ist heute immer noch besetzt! Und wovon ist unser Herz besetzt, oder gibt es da Raum für ihn und seine frei machende Botschaft? Ist es das Schwert oder die Pflugschare die wir führen als Werkzeug des täglichen Lebens?

Von der Erwartung des Kommen Gottes sind die heutigen biblischen Texte sehr stark geprägt – und von unserer Einstimmung darauf. Mögen die Worte des Evangeliums auch erschrecken, die Worte des Propheten Jesaja in der Lesung lassen spüren, dass uns eine frohe Trostbotschaft zu gerufen wird. Ja, es gibt im Leben Zeichen und Zeiten, die darauf hinweisen, dass das Leben zerbrechlich ist, einmal auch ein Ende haben wird. Wo merken wir dies mehr als gerade hier im Krankenhaus? Und es gibt auch Ereignisse, wo uns persönliche Schicksalsschläge aus der Bahn werfen. Und auch Ereignisse rund um uns im Ganzen unserer Welt berühren uns und machen manchmal Angst. All dies mag verwirren, möge uns aber viel mehr hellwach machen und ausrichten auf das Kommen Gottes. Gottes Kommen, Tag für Tag, vor 2.000 Jahren, an Weihnachten und am Ende unserer Zeit für jeden von uns.

Als Christen wissen wir, dass bei all den Ereignissen die wir gerne als „Zeichen der Zeit“, bezeichnen, uns stets ein treuer, naher, liebender und barmherziger Gott begleitet. Hat diese Zusage auch Platz in unserem Herzen?

Gott wird es sein, der – dereinst – all das Bruchstückhafte, all das Halbfertige, all das Ungerechte, all die Sehnsüchte wenden und erfüllen wird. Das ist keine billige Vertröstung auf ein Jenseits! Nein, es ist Grundaussage der Heiligen Schrift. Auf diese Botschaft der Hoffnung auf Heil dürfen wir im Leben und durch den Tod hindurch vertrauen.

Und wie wir an Jesu Worten ablesen können, ist es ein Auftrag an uns, heilsam zu wirken wo Zerbrochenes schmerzt: „Seid also wachsam“ wird uns zugerufen. Bewusst im Leben stehen und uns so auch auf das Kommen Jesu vorbereiten. Wachsam sein meint aber nicht, mit starrem Blick die Ankunft des Menschensohnes jederzeit für möglich zu halten, sondern es geht darum, bereit zu sein Jesu Worte und das was er uns vorgelebt hat, hier und heute Wirklichkeit werden zu lassen.

„Wie kann ich mich also auf das Kommen Jesu, auf die Feier von Weihnachten vorbereiten? Wie kann ich dem Geheimnis der Erwartung, der Sehnsucht und der stillen Vorfreude Raum geben in meinem Herzen?“

Das wird vielleicht nicht nur gemütlich ablaufen, sondern, das wird mir auch etwas Mühe abverlangen, da muss ich mich womöglich aufrappeln, neuen Mut fassen und neue Wege beschreiten: Wege des Vertrauens, Wege der Zuversicht, Wege der Hoffnung, Wege des Miteinanders, Wege des Aufeinander-Zugehens. Mich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich öffnen für meinen Nächsten, jedem Menschen ein Dasein zugestehen, Begegnung ohne Urteil und Wertung ermöglichen.

So eine Lebenshaltung bedarf tatsächlich des Mutes. Damals wie heute hat jede Zeit ihre Herausforderungen und ihr Bedrohliches das auf Erlösung und Befreiung wartet. Da braucht es Menschen, die Mund und Herz auftun und zeigen und verkünden, dass sie aus Gottes froher Botschaft leben und seinen Verheißungen trauen. Menschen, die durch Wort und Tat im alltäglichen Leben zeigen, dass unser Gott, ein Gott der Liebe und des Lebens ist, der das Heil für alle Menschen möchte.

In der Lesung haben wir es gehört: „Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Völker.“ Eine Botschaft an das jüdische Volk, die weit über dieses hinausgeht!

Ein Weg durch manche Dunkelheit bleibt uns nicht erspart, mögen die lichten Zeiten auch überwiegen. Wir dürfen dennoch gewiss sein: Es leuchtet uns immer ein Licht der Hoffnung, Gott ist Emmanuel – Gott ist mit uns! Dies erzählt uns die Bibel, voll mit Geschichten Gottes mit den Menschen. Gott ist durch alle Zeiten, durch die ganze Geschichte hindurch mit den Menschen unterwegs ist und hat sie nie im Stich gelassen.

Ist das wirklich so? Dürfen wir dies heute noch sagen, im Wissen um all die Verbrechen an der Menschlichkeit die uns im Nu in den Sinn kommen?

Etty Hillesum, eine junge jüdische Frau schreibt aus dem Lager Westerbork in den Niederlande kurz bevor sie ermordet wird:

“Es gibt Augenblicke, in denen ich mich wie ein kleiner Vogel in einer großen schützenden Hand geborgen fühle. Gestern war mein Herz ein in der Falle gefangener Vogel. Jetzt ist der Vogel wieder frei und fliegt ungehindert über alles hinweg. Heute scheint die Sonne. Und jetzt packe ich mein Brot ein und mache mich auf den Weg.”

Ja, wir dürfen es sagen und verkünden: Gott ist auch hier und heute mit uns auf dem Weg! Gott nährt uns hier in diesem besonderen Brot!

Seien wir wachsam und achtsam wo heute das Brot der Hoffnung, das Licht der Hoffnung gebraucht wird! Seien wir mutig und vertrauensvoll! Packen wir das Brot der Frohen Botschaft Gottes ein und machen uns auf den Weg durch den Advent – zu den Menschen, denn im Menschen kommt Gott zu Weihnachten an!

„Heute geht die Sonne auf“ und ein Licht strahlt aus der Höhe!