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Jüdische Riten

Riten zur Geburt eines jüdischen Kindes

Die Beschneidung (siehe Lukas 1,59; 2,21)

wir lesen in der Schrift: Genesis 17

Veränderung des Namens, V. 5 (der Name Sara wird auch geändert werden: V. 15)
Zeichen des Bundes Gottes mit jedem einzelnen männlichen Menschen in Israel (V. 22). Das Wort „Bund“ kommt acht mal in diesem Kapitel vor.
Andere „Zeichen“ des Bundes: der Regenbogen: Gen 9,12 (siehe V. 8 und 11). Der Regenbogen ist Zeichen des universellen Bundes Gottes mit dem Kosmos.
Der Sabbath ist „Zeichen“ des Bundes: Ex 31,12.16.17, der Bund Gottes mit dem Volk Israel; der Mensch, der dieses Zeichen nicht beachtet, wird von der Gemeinschaft abgeschnitten: V. 14 (siehe Joh 7,22-24).

In der Liturgie

Der Name wird dem Kind am Tag der Beschneidung gegeben: „Er wird in Israel heißen“: קרא שמו בישראל. Er erhält seinen Platz, seine Berufung im Volk Israel und wird in seine Geschichte aufgenommen.
Bedeutung des Blutes: Verweis auf Ezech 16, eine Allegorie des Bundes. In V. 16: „(Ich sage dir): In deinen Bluten lebe; in deinen Bluten lebe“ בדמיך, חיי, בדמיך,חיי Die jüdische Tradition sieht in der Wiederholung und sogar in der Mehrzahl einen Hinweis sowohl auf das Blut der Beschneidung als auch auf das Blut von Pesach. Beide sind Quelle des Lebens. Derjenige, der beschnitten ist, tritt nicht nur in den Bund Abrahams ein, sondern nimmt teil am Auszug aus Ägypten.
Die Gegenwart Elias, der Bote und Verteidiger des Bundes (I Kön 19,9; Mal 3,1; Mal 3,22-24), der Bürge für die Treue des Kindes zum Bund, in den er eingetreten ist. In der Person Jesu, tritt Gott, der Urheber des Bundes, in den Bund mit Abraham ein, er nimmt seinen Platz in der Menschheit durch die Zugehörigkeit zu diesem Volk. Er empfängt innerhalb dieses Volkes seinen Namen, seine Berufung: „Gott rettet“, ישוע

Reinigung der Frau, die ein Kind geboren hat Lukas 2,22, siehe Leviticus Kap. 12

Nach der Geburt eines Jungen geschieht die Reinigung 33 Tage nach der Beschneidung. Es geht um eine rituelle Reinigung, die ihren Platz auf derselben Linie hat wie das, was in Lev 15 in Bezug auf die Reinigung nach der monatlichen Blutung oder nach einem Samenerguss  gesagt wird. Siehe Lev 17,14: „das Blut ist das Leben“. Man kann darin die Bedeutung von körperlicher Integrität sehen, von der Notwendigkeit, den Körper wieder herzustellen, was letztendlich die Person berührt und die Gelegenheit zu einer spirituellen Reinigung sein kann. In gewissem Sinne werden die Ereignisse erhöht, die mit dem Körper zu tun haben, indem sie zur Gelegenheit für eine religiöse Erfahrung gemacht werden (wir können an die Haltung Jesu denken, der den Leib heilt und gleichzeitig von Sünden reinigt).

Die Erlösung des Erstgeborenen פדיון הבן

Siehe Lukas 2,23
Biblische Vorschrift: Ex 13,11-15; Num 18,15-16; 3,40 Entschädigung für den Tod der Erstgeborenen der Ägypter (siehe Ex 12,29-34). Durch die Vermittlung des Cohen wird das Kind durch eine symbolische Geldsumme Gott gegeben und seinen Eltern (erlöst) zurückgegeben.

Eine andere Bedeutung: die Erstlingsfrüchte: jede Erstlingsfrucht wird Gott dargebracht, um zu zeigen, dass jede Frucht Gott gehört.

Der „Erlöser“ wird erlöst. Derjenige, der Gott dem Vater als Einziger Sohn von aller Ewigkeit her gehört, wird dem Vater dargebracht und seinen Eltern zurückgegeben, damit er das, wozu er gekommen ist, das, wozu ihn der Vater in die Welt gesandt hat, erfüllen kann: durch seine Menschwerdung zu zeigen, wie sehr Gott die Menschheit liebt und sie erlösen will.

Zwei dieser Riten werden im Tempel erfüllt (Lukas 2,22-39).

Wenn die Kirche diese zwei Ereignisse feiert, bietet die Liturgie Maleachi Kap. 3 als Lesung: Er wird in sein Heiligtum eintreten, der Herr, den ihr sucht, der Engel des Bundes, den ihr ersehnt.

Und Psalm 24: Ihr Tore, hebt euch nach oben, denn es kommt der König der Herrlichkeit.

Tatsächlich kommt weder ein Engel (siehe Heb 1,5; 2,5) noch ein König der Herrlichkeit, sondern ein kleines Kind.

In diesem Zusammenhang treten Simeon und Hannah auf.

Zwei junge Eltern, Joseph und Maria, erfüllen in Treue das Gesetz des Herrn (das fünfmal erwähnt wird: Lk 2,22.23.24.27.29).

Sie begegnen zwei Alten, Zeugen der messianischen Erwartung. Der eine wartet auf den Trost Israels (siehe Jes 40,1; 51,12; 61,2; 66,13); die andere auf die Erlösung Jerusalems.

Simeon, vom Heiligen Geist inspiriert (dreimal in zwei Versen erwähnt: V. 25-26) sieht in diesem Kind das „Licht, das die Heiden erleuchtet, und die Herrlichkeit seines Volkes Israel“ (siehe Jes 40,5; 42,6; 49,3-6).

Hannah ist 84 Jahre alt: 12 (die Ziffer Israels) mal 7 (die Ziffer der Völker): in ihrem Alter trägt sie den Inhalt der Offenbarung des Geistes an Simeon.

Jesus, Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit seines Volkes Israel:

Die Herrlichkeit, כבוד, bedeutet das „Gewicht“ Gottes, das, was vom Unsichtbaren sichtbar ist. Jesus macht Gott sichtbar („Und das Wort ist Fleisch geworden, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen“), indem er der Menschwerdung ihr ganzes Gewicht gibt, um sich im Lichte den Völkern zu offenbaren.

In Jesus, gibt Gott seiner Liebe zur Menschheit „Gewicht“. Dies ist die Bedeutung der Erfüllung aller Riten, die die Geburt eines jüdischen Kindes begleiten, und denen sich das Kind dank seiner Eltern unterwirft.

Und so kann er „Licht der Völker“ sein. Weil er bis dahin einer von uns wurde, in einem bestimmten Volk, einem Stamm, einer Familie, einem bestimmten Land, konnte er den Völkern offenbaren, wie sehr Gott die Menschheit ernst nimmt.

Die Völker erhalten dieses Licht, wenn sie in Jesus die Herrlichkeit Israels erkennen.

Und es wird die Herrlichkeit Israels sein, in Jesus, einem Sohn ihres Volkes, zu entdecken, dass der Bund für alle geöffnet wurde.

(Jesus sagt der Samariterin: „das Heil kommt von den Juden“ (Joh 4,22)… Diejenigen, die ihn hören, kommen von diesem Zeugnis her zu dem Schluss: „Er ist der Retter der Welt“ (Joh 4,42).

Dies ist und bleibt ein Zeichen des Widerspruchs (Lukas 2,34) sowohl für Israel als auch für die Völker

Wie kann die Universalität des Heils sich durch dieses bestimmte Extrem offenbaren?

Wie kann diese Wahrheit bis zuletzt angenommen werden? Das Heil kommt von den Juden, von diesem Volk, das in Ewigkeit von Gott erwählt wurde, aus dem Jesus stammt, ein Sohn dieses Volkes, Sohn Gottes, Retter der Welt.

Die Annahme dieser Offenbarung geht durch das Kreuz. Zu bemerken ist, dass die zwei Ausdrücke „Herrlichkeit Israels“ und „Licht der Völker“ in den Gottesknechtsliedern zu finden sind. Wenn dies durch das Kreuz geschieht, ist Maria eng mit dem Geheimnis des Mitgefühls Gottes verbunden. Es ist kein Zufall, dass die Ankündigung des „Schwertes“, die Simeon gegenüber Maria äußert, im Rahmen der demütigen Erfüllung der jüdischen Riten um die Geburt eines Kindes herum geschieht. Maria weiß besser als irgendjemand, was das Gewicht der Menschwerdung bedeutet, und wie sehr Jesus die „Herrlichkeit Israels“ ist.

Indem Maria Jesus der Welt gibt, indem sie ihn durch die Beschneidung in den Bund hineinstellt, indem sie ihn dem Vater gibt und ihn auslöst, macht sie es möglich, dass der einzige Bund den Völkern offenbart werde, in den diese eingeladen sind einzutreten.

Sr. Anne Catherine Avril NDS