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Maryam im Koran

Maryam im GartenMaria, in Arabischer wie Hebräischer Sprache Maryam genannt, wird als einzige Frau im Koran namentlich erwähnt.

Maria bekommt ihre Bedeutung im Koran durch die Geburt Isa: „Christus der Sohn Marias“ in Sure, 5,75 und „der Christus Isa, der Sohn Marias“ in Sure 4,171 und „das ist Isa, der Sohn Marias“ in Sure 19,34.

Schon vor der islamischen Zeit genoss Maria-Maryam die Mutter Isas in der arabischen Welt hohes Ansehen. „Und als Gott sprach: „Oh Isa Sohn Marias, warst du es, der zu den Menschen sagte: Nehmt euch neben Gott mich und meine Mutter zu Göttern…“ Sure 5, 116

Wird im Koran Maria der Mutter Isas mit dieser Aussage eine göttliche Verehrung zugesprochen? Eine Legende erzählt, dass es in der Kabba ein Wandbild von ihr mit dem Kind gegeben hat und der Prophet Mohammed soll dessen Zerstörung verhindert haben. In Sure 5, 75 „seine Mutter ist eine Wahrhaftige“ wird Maria besonders ausgezeichnet.

Die Sure 19 heißt „Maria-Maryam“ und hat 98 Verse. Sie gehört in die Mekka Zeit (um das Jahr 615) also in jene Anfängerzeit in der der Koran eher christlich ausgerichtet war. Diese frühen Suren sprechen von Nächstenliebe und Geduld und sind Christen gegenüber, besonders gegenüber Mönchen, positiv eingestellt. Der Prophet Mohammed hat als Wanderprediger zu dieser Zeit nicht von Gehorsam oder Verboten, sondern von Glauben, Bewunderung der Schöpfung und der Einheit Gottes gesprochen. Auf Anfeindungen reagierte er eher tolerant. Zu dieser Zeit nannte er Christen und Juden Gläubige. Dies ändert sich als der Prophet Mohammed von Mekka nach Medina auswandert.

Im Koran ist Marjam die Mutter Isas eine mutige Frau die sich der herrschenden Meinung widersetzt und so bezeugt ihre Geschichte, dass nur Gott der einzig gerechte Herrscher sein kann.

Quellen:

Welt und Umwelt der Bibel, der Koran und die Bibel 15/2000 Die bedeutenden biblischen Gestalten im Koran bei Professor Heribert Busse.