<span class="fancy-title">Fr. Alphonse in Jerusalem</span><span class="fancy-title">Ein neues Noviziat!</span><span class="fancy-title">Fr. Alphonse</span><span class="fancy-title">Maria erscheint Alphonse</span><span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span class="fancy-title">Sr. Trudy mit Kindern</span><span class="fancy-title">Früherer trugen wir Tracht, heute...</span><span class="fancy-title">...und heute tragen wir T-Shirts!</span><span class="fancy-title">Besuch aus Österreich</span><span class="fancy-title">Freude am Fest der Ersten Gelübte von Sr. Wafaa</span><span class="fancy-title">Gemeinschaft in Kairo von damals</span><span class="fancy-title">Gemeinschaft in Kairo heute</span><span class="fancy-title">Sr. Trudy mit palästinensischen MitarbeiterInnen im Ecce Homo</span><span class="fancy-title">Solidarität über'n Zaun - KIZ</span>
<span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Mein Gott, ich bitte Dich um die Gnade, mir das dauerhafte Gefühl Deiner Gegenwart zu verleihen, Deiner Gegenwart in mir ... </span> <span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Mein Gott, wenn es Dich gibt, lass mich dich erkennen.“ </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Ich habe eine Vorliebe für die Kinder Ismaels. Wir sind ja mehr oder weniger Cousins. So lasst uns für Ismael ... </span> <span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Gott ist heute mit uns, genügt das nicht?“ </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Ich rate euch, gebt umsichtig Acht auf eure Gesundheit.“ </span> <span class="fancy-title">Edith Stein</span><span>„Durch die Selbsterkenntnis nähern wir uns Gott. Darum wird sie niemals überflüssig.“ </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Ich gründete meine Zuversicht in Gott und Gott hat mich nie enttäuscht.“ </span> <span class="fancy-title">Ch. de Foulcauld</span><span>„Der Glaube der Moslems hat mich wieder zu meinem Glauben geführt!“ </span> <span class="fancy-title">J.H. Newmann</span><span>„Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt die Kraft zum Tragen.“ </span> <span class="fancy-title">Ignatius v. Loyola</span><span>"Nur wenige Menschen ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, wenn sie sich IHM ganz überließen." </span> <span class="fancy-title">Fr. Theodore</span><span>„Je älter ich werde, um so mehr bin ich davon überzeugt, dass die Arbeit von Sion eine Aufgabe des Augenblicks ... </span>

Wie lebt man in Berba?

Im Jahr 1994 wurden zwei Schwestern (Sr. Darlene und Sr. Juliana) unserer Gemeinschaft in Kairo gebeten, unser Charisma bis nach Oberägypten zu tragen. Als Ziel wurde das Dorf El Berba in der Diözese Minia (etwa 300 km südlich von Kairo) ausgewählt. Bischof Antonius Nagib stellte uns ein altes Bauernhaus als Wohnung zur Verfügung. Wir begannen uns zunächst für die soziale Entwicklung des Dorfes zu engagieren. Herr Wilson, ein junger verheirateter Mann, wurde der Verantwortliche für das Entwicklungs-Zentrum, und wir, die Schwestern, wurden seine Mitarbeiterinnen. Das Entwicklungs-Zentrum begann mit einem Programm von Darlehen, um elektrischen Strom und Fließwasser in die Häuser der Menschen zu bringen. Das waren die ersten Darlehen für die Entwicklung der ländlichen Gemeinde – und weitere folgten.

Ein weiteres Projekt von Sr. Juliana war eine Tagesklinik mit einem Nahrungsprogramm für unterernährte Babys. Sr. Darlene arbeitete als Beraterin für die von der Diözese Minia organisierte örtliche Entwicklungsgruppe. Mit dem Pfarrer waren beide Schwestern in vielen pastoralen Tätigkeiten der Kirche engagiert: Bibelstudium, Katechese und pastorale Besuche bei den christlichen Familien des Dorfes.

Nach diesen ersten Anfängen starteten wir das Projekt „Garten der Freude“ – “Bustan al bachja”. Zunächst wurde eine Einfriedungsmauer gebaut, um eine Grassfläche von 2 ha zu sichern und zu schützen. Jetzt ist dies ein Garten geworden mit Schaukeln und anderen Spielplatzgeräten – eine Oase, wo sich die verschiedenen Konfessionen ägyptischer Christen treffen können, und vor allem die christlichen und auch die muslimischen Kinder. Hier können sie an einem sicheren Ort spielen und sich gemeinsam vergnügen.

Nachdem wir acht Jahre lang in dem alten Bauernhaus gelebt hatten, konnten wir in ein neues vierstöckiges Gebäude übersiedeln, das die österreichische Gesandtschaft in Kairo finanziert hatte. Hier wohnen die Schwestern im dritten Stock. Das Tageszentrum für Kinder mit besonderen Bedürfnissen befindet sich im vierten Stock, und das Flachdach ist ein Spielplatz, wo Schaukeln und ein Trampolin den Kindern ermöglichen, ihre Energie loszuwerden.
Einige Jahre hatten wir in El Berba gelebt, da begannen junge Mädchen aus dem Dorf, sich für unsere Arbeit und unsere Spiritualität zu interessieren. So wurde Berufungsarbeit eine zusätzliche Aufgabe von NDS in Berba. Diese Erfahrung zeigte uns, dass wir die Pflicht haben, unser Charisma mit andern Menschen zu teilen, indem wir aus dem großen Schatz geistlicher Gedanken schöpfen, den uns Fr. Théodore geschenkt hat. So wurde El Berba das Ausbildungszentrum für Ägypten. Anderseits sind wir hier in El Berba sehr eingeschränkt, da alle biblischen und theologischen Kurse in Kairo stattfinden – aber die jungen Frauen brauchen diese ja, um mehr über ihren Glauben zu lernen und um das tägliche Leben in einer größeren Perspektive zu sehen. Die Kindertagesstätte ist da ein vorzüglicher Ort, der mögliche Kandidatinnen zur freiwilligen Mitarbeit verlockt. Und heute ist sie auch ein Ort, an dem sich interreligiöser Dialog zwischen der christlichen und der muslimischen Bevölkerung entwickeln kann.

Jedes Jahr schenkt das Sheraton Hotel in Hurghada den Kindern der Tagesheimstätte einen Tag am Strand des Roten Meeres. Dort können wir einfach das Leben genießen, kostenlos an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Wir bekommen köstliches Essen, und wir genießen den Fünf-Sterne-Service. Da unsere Gruppe aus Christen und Muslimen besteht, helfen diese jährlichen Ausflüge uns auch, ein tieferes Verständnis füreinander zu finden. Eine unserer Pädagoginnen ist eine Muslima. Ihr Mann, ein junger Scheich, fährt immer mit uns. Und so entstehen viele gute Gespräche.

In unserem Aufbruch nach Berba und bei vielen Projekten werden wir daran erinnert, wie der Ruf Gottes (Gen 12, 1-4) an Abraham erging. Abraham hörte eine Stimme, eine neue Stimme, die er nie zuvor gehört hatte. Sie gebot ihm, sein sicheres Zuhause und seine große Familie zu verlassen, und an einen neuen unbekannten Ort zu ziehen, der ihm gezeigt werden würde. Abrahams einzige Aufgabe – und seine Herausforderung – war es, dieser Stimme zu folgen. Dies führte ihn in das Land, wo Gott, die Quelle seines Lebens, alles für ihn bereitet hatte, und es machte ihn zum Vater von vielen. Nur, wenn wir uns in Bewegung setzen und tätig werden, werden uns die Verheißungen zuteil, die Gott uns versprochen hat.

Gott erwartet meine Antwort. Was wird sie sein?