Tag: 10. Januar 2017

Schwestern gehen neue Wege

MARIA-DROSTE-HAUS Alten- und Pflegeheim stellt Konzept vor Das stationäre Alten- und Pflegeheim „Maria-Droste-Haus“ schließt am 31. Dezember diesen Jahres. Die Einrichtung der Ordensgemeinschaft „Schwestern vom Guten Hirten“ arbeitet stark defizitär, begründet Konventoberin Schwester Gudula Busch die Entscheidung: Der jährliche Zuschussbedarf betrage rund 600 000 Euro. 31 Beschäftigte werden entlassen. „Wir bekommen das Haus nicht mehr mit Ordensangehörigen gefüllt“, sagt Schwester Cordis Ganslmeier, die Provinzleiterin der Schwestern vom Guten Hirten. Der demographische Wandel und der stetige Rückgang der Schwesternzahlen gingen nicht spurlos an der Gemeinschaft vorüber. Auch die Suche nach Kooperationen mit anderen Trägern sei ergebnislos verlaufen. Nach bundesweiter Recherche stießen die Schwestern jedoch auf ein Modell im Kreis Borken (Münsterland in NRW), das ihren Erwartungen nahekommt. Das Hofheimer Haus hoch über der Stadt mit traumhaftem Blick über die Rhein-Main-Ebene bleibt demnach bestehen, nur die Vorzeichen ändern sich. Entstehen sollen zwei bis vier selbstverantwortete Wohngemeinschaften, in denen jeweils bis zu zehn Menschen wohnen. „Wir bewegen uns weg von der stationären Altenpflege – hin zu selbstbestimmten, ambulant betreuten christlichen Wohngemeinschaften“, so beschreibt Schwester Cordis das Konzept. Dies …

Schwestern vom Guten Hirten

• Das Alten- und Pflegeheim „Maria-Droste-Haus“ beherbergt zurzeit 23 Ordensangehörige sowie 13 „weltliche“ Bewohner. Im Durchschnitt sind sie 80 Jahre alt. Genehmigt sind 46 Heimplätze, in der Vergangenheit aber waren meist nur etwa 40 belegt. • Die Wohnungen der Mieter in einer Wohngemeinschaft werden mit einem privaten Bereich und einer optionalen Raumtrennung zwischen Wohnen und Schlafen ausgestattet sein, außerdem mit einer Miniküche und einem barrierefreien Bad. Es gibt keine Großküche mehr, statt dessen wird in einem Gemeinschaftsbereich „gemeinsam gekocht, gegessen und gelacht und gestritten, wie es in allen Gemeinschaften vorkommt“. • Schwestern vom Guten Hirten leben seit 1891 in Marxheim. Gegründet wurde die Ordensgemeinschaft im Jahre 1835 von der Französin Maria Eufrasia Pelletier. Die deutsche Provinz zählt 99 Mitglieder. Der Hofheimer Konvent ist Teil einer weltweiten Gemeinschaft mit 5 000 Schwestern in 70 Ländern der Erde; ihre Lebensform ist apostolisch und kontemplativ. • Das Maria-Droste-Haus wurde 1975 gebaut. Es verfügt über 46 Betten in 40 Zimmern. Für die neue Struktur des Hauses stehen Umbaumaßnahmen an. • 1993 zog das Montessori-Zentrum auf das Gelände der Schwestern. …