Tag: 12. Dezember 2020

Adventgedanken 2020, 3

Der Evangelientext für den Dritten Adventsonntag ist aus dem vierten Evangelium. Jetzt sind wir wieder in der Wüste mit Johannes dem Täufer, aber nunmehr verschiebt sich unsere Aufmerksamkeit von der prophetischen Botschaft des Täufers am Zweiten Sonntag zur Faszination dieses Sonntags mit der Identität des Boten und seiner Mission: “Wer bist du?” und “Wer bist du dann (und tust, was du tust)?” Diese Fragen erinnern an die Herausforderung an Elija am Horeb: “Was tust du hier?” [1 Kön 19,1; 13???]. Das sind grundlegende Fragen, die an verschiedenen Wendepunkten in unserer spirituellen Reise auftauchen, als Einladungen zu Wachstum, zu Klärung, und zu Vertiefung. Werden wir es eine Zeitlang mit diesen Fragen im Herzen aushalten, mit Johannes, in der Wüste, die bekanntlich ein Ort der Versuchung ist. Aber auch der Offenbarung? Die anderen zwei Lesungen dieses Dritten Sonntags können uns bei der Beantwortung dieser Fragen leiten. Die erste Lesung, aus Jes 61, ist der wunderbare Text, der in Lk 4 als Missionsauftrag an Jesus wieder erscheint: „Der Geist Gottes ruht auf mir, weil der Herr mich gesalbt …

Weihnachtsbrief 2020

Advent, Weihnachten Zeit des Neubeginn, heuer mehr denn je! Ein Jahr ist vergangen und Advent und Weihnachten waren vor einem Jahr noch eine Zeit der Sorglosigkeit, der alten Normalität und ein Zeit wie alle anderen Jahre auch. Dieses Jahr ist es anders, Gefühle, Aktivitäten ja selbst Arbeit sind voller Unsicherheiten und auch viele Ungewissheiten mischen sich darunter, mit ein wenig Abenteuer. Maske tragen ja oder nein, Hände waschen und desinfizieren so oft und gründlich es geht und Abstand halten sind Teil der neuen Wirklichkeit. Keine großen Veranstaltungen stehen auf dem Terminkalender. Weihnachtsmärkte, und zielloses Einkaufen sind aus unserem Alltag gestrichen. Die Corona Zeit ruft uns zu Einkehr, ein wenig Besinnung üben, Nachdenken, brauche ich das alles oder geht es auch mit weniger? Meine Fragen warum lebe ich, was ist meine Aufgabe in dieser oft großen und oft kleiner werdenden Welt nehmen zu, wie auch die Frage, wie schaut es in meiner, in unseren vier Wänden aus? Halten wir es gemeinsam noch aus, merken wir, daß aus dem ICH ein WIR werden muss, den nur gemeinsam wird uns die …