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Adventgedanken 2020, 1

Jedes Jahr, ob im Messzyklus A mit Matthäus, oder B mit Markus, oder C mit Lukas: das Evangelium des Ersten Adventsonntags tut alles in seiner Macht, um uns aufzurütteln – “Wacht auf! Seid achtsam! Seid bereit! Seid euch bewusst! Bleibt wach! Passt auf! Wacht auf!” Die Dringlichkeit dieser Worte erinnert mich an drei Erfahrungen: die “Tzeva Adom – Warnstufe Rot” die wöchentliche Sirene, die den Beginn des Sabbats anzeigt, und an den Ruf des Muezzins zum Gebet in jeder Morgendämmerung – jede bringt uns zu einer anderen Lebensqualität, wenigstens kurzfristig. Und so auch das Evangelium des Ersten Adventsonntags! Haben wir uns schon so daran gewöhnt, dass wir für seine Einladung in eine neue Erfahrung taub sind? Sind wir so mit andern Dingen zugedeckt, dass wir die Einladung, die uns geboten wird, gar nicht merken?

In der Liturgie dieses Ersten Adventsonntags stehen wir im Dunkeln, an der Schwelle eines neuen Augenblicks in der Zeit. Was ist diese Dunkelheit für uns – welche Unzufriedenheit, Enttäuschung, Entmutigung, Bedrängnis, oder sogar welches Sehnen – verformt jetzt die Sehnsucht in unserem Leben, die der Advent so schön darstellt? Der Weckruf des Markus wird ergänzt durch die anderen zwei Lesungen dieses Sonntags – aus Jesaia 63-64 und 1 Korinther, die unsere Aufmerksamkeit auf die wesentliche Einsicht für die Adventreise, die vor uns liegt, lenkt: ”Du, Herr, bist unser Vater” [Jes 63, 16; 64, 7], der ist “treu,… durch den (wir) berufen worden (sind)” [1 Kor 1,3, 9]. In diesen Worten höre ich einen Widerhall des klagenden Avinu, Malkeinu von Jom Kippur. Wir mögen es ja vorziehen, diese Einsicht durch ein femininistisches??? Bild zu filtern, aber wir dürfen nicht die Gelegenheit versäumen, den Heiligen in jedem Augenblick als unsere Lebensquelle zu spüren und uns wieder auf das demütige Wunder, die milde Bekehrung und das zarte Mitfühlen einzulassen, zu dem Gott uns in dieser ersten Adventwoche ruft.

Diane Willey, nds

Postkarten an Missionare

Missio Österreich lädt ein, den Missionarinnen und Missionare aus Österreich eine Grußkarte aus der Heimat zu schicken. In einem Begleitheft erzählen einige dieser Menschen, denen eine Karte geschickt werden kann, von ihrem Leben und ihrer Arbeit. So auch Sr. Juliana Baldinger NDS, die in Ein Karem / Jerusalem lebt. Ein paar Kinder aus Schulen haben ihr geschrieben.

Und so funktioniert’s
Sr. Juliana Baldinger NDS

Leben in der Kongregation Unsere Liebe Frau von Sion

Diese Information hatte Sr. Juliana für ihren letzten Heimatbesuch im Juni 2020 in Österreich vorbereitet. Diesen musste sie leider wegen der COVID-19 Pandemie absagen. Hier findet ihr den Text und im Anhang den gestalteten Falter.

Hilf mit hier und heute, das „Reich Gottes“ zu verwirklichen in dem Du Dich in der Welt von heute mit der ganzen Liebe Deines Herzens für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzt!

Möchtest du wie Abraham einen Schritt ins Unbekannte wagen?

Du könntest – von Gott – zu einem einzigartigen Weg innerhalb der Kirche gerufen werden!

Das Leben als Ordensschwester in der Kongregation „Unsere Liebe Frau von Sion“ ist der „Ort“, wo jede von uns ihre Antwort auf den Ruf Jesu, ihre Beziehung zu ihm sichtbar lebt. Wir leben in Hoffnung, Liebe und Wahrheit, in Gemeinschaft mit anderen und in der Welt von heute.

Wir leben in Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und erinnern die Kirche daran, daß das Christentum von seinem Ursprung bis zur zukünftigen Vollendung mit dem jüdischen Volk auf geheimnisvolle Weise verbunden ist. Unser Verständnis eines religiösen Lebens bedeutet, in einer Haltung des Dienens unsere Hoffnung, Liebe und Wahrheit prophetisch zu leben und zu bezeugen. Daraus folgt unser Einsatz in interreligiöser Dialog, gegen Antisemitismus und Vorurteile gegenüber bedürftige, ausgegrenzte, benachteiligte und vernachlässigte Menschen, der uns zu einem besseren Verstehen von Strukturen der Gerechtigkeit und Wahrheit führt.

Wir leben unser Gebetsleben in Regelmäßigkeit und im Geiste unserer Konstitution, die das Wort Gottes für uns in die Mitte stellt. So gehört das Lesen der Bibel wesentlich zu unserem geistlichen Leben und achten darauf wie die Bibel durch Juden in ihrem Leben und in ihrer Tradition interpretiert wird. Unser Austausch im Glauben findet in internationalen Gemeinschaften statt.

Dort wo Sprache und Kultur, Mentalität und Gewohnheiten des menschlichen Lebens verschieden sind; wo nicht statische, sondern bewegliche Verantwortlichkeit sich täglich den Anforderungen und Realitäten unseres Lebens stellt; dort engagieren wir uns und leben gemäß unseren Gelübden, unserem Auftrag und Hoffnung. Unsere apostolische Sendung lebt in der Kirche, für und mit dem jüdischen Volk und in Liebe für eine Welt der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung.

Die Kongregation “Unserer Lieben Frau von Sion” wurde gegründet, um in der Kirche und in der Welt die treue Liebe Gottes zum jüdischen Volk zu bezeugen und die Erfüllung der Verheißungen in Bezug auf Juden und Nichtjuden zu beschleunigen (Art. 2).

Und so leben wir unser Charisma, das uns ruft, Zeugnis zu geben von der Treue mit der Gott das jüdische Volk liebt und von Gottes Treue zu den Verheißungen, die Gott den Patriarchen und Propheten Israels für die ganze Menschheit gegeben hat. So wie Gott bedingungslos das jüdische Volk liebt, so liebt Gott jedes Volk und jeden Menschen an jedem Ort und zu jeder Zeit.

Haben wir Dein Interesse geweckt?
Möchtest Du mehr über uns erfahren?
Schmöckere auf unseren Webseiten oder nimm mit uns Kontakt auf!

Kongregation „Notre Dame de Sion“ – „Unsere Frau von Sion“
www.sion.at
www.notredamedesion.org

Kontakt: Sr. Juliana Baldinger NDS
E-mail: nds.juliana@gmail.com

  Infofalter Berufungen 2019 (641,2 KiB, 70 hits)

“Lobpreis und Corona”

Der 23. Juni 2019 war der Tag, an dem wir den Brief einer Initiative verschickten, die vom Team für die Bildung von Novizinnen der Kongregation vorgelegt wurde. 23 Schwestern und Freunde von Sion haben sich der Initiative angeschlossen, um unser tägliches Leben zu verbessern.

Der „Pakt“, zu dem wir eingeladen hatten, rief uns an dieser Stelle dazu auf, uns zu verpflichten, einen Tag in der Woche als Tag des „Lobpreises und des Dankes“ tief zu leben. Dies könnte bedeuten, unsere Geräte auszuschalten, langsamer zu werden, zu bemerken, auf das Wort zu hören, einander zu genießen, etwas Kreatives zu tun …

Einige Monate später erlebte die Welt in vielen Ländern eine Blockade aufgrund des Coronavirus, der das gesamte Arbeits-, Sozial- und interaktive Alltagsleben unterbrach. Wir waren gezwungen, physische Distanz zu halten und Gesichtsmasken und Handschuhe zu tragen, um uns selbst und andere zu schützen. Die Pandemie ergriff unser Leben.

Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, in der ich in diesem Jahr den Pakt „Lob und Erntedank“ eingehalten habe, der meinen Lebensstil bis zu einem gewissen Grad unterbrochen hat, möchte ich mitteilen, was ich gelernt habe.

Ich habe gelernt, dass Routine sehr lebensspendend sein kann, Routine kann auch etwas sein, auf das man sich freuen kann, denn am Freitag sehne ich mich nach meinem Tag des Lobes und des Dankes. Ich lernte, die Aktivität an einem Tag in der Woche loszulassen, indem ich mir Zeit gab, über einen längeren Zeitraum bewusster bei meinem Gott zu sitzen. Ich konnte ein Buch lesen oder einfach nur die Taille lesen, indem ich die Natur genoss und scheinbar nichts Wichtiges tat, als nur zu sein.

Ich habe gelernt, dass Gottes Gebot, „einmal in der Woche den Ruhetag zu halten“, nicht das Ziel hat, meine Freiheit einzuschränken, sondern mich auffordert, mich noch mehr zu engagieren und zu lernen und zu lernen, wer Gott ist. Sich bei dem auszuruhen, der mich geschaffen hat, um zu sein, hilft, mehr der Mensch zu werden, der zurückblicken muss, um über meine Handlungen, meine Handlungen nachzudenken und mich für die kommende Woche mit meinem Schöpfer zu verbinden und in Kontakt zu bleiben.

Genesis 2: 1 „So wurden Himmel und Erde mit all ihrer Vielfalt vollendet. Am siebten Tag hatte Gott die Arbeit vollendet, die er getan hatte. Er ruhte am siebten Tag nach all der Arbeit, die er getan hatte. Gott segnete den siebten Tag und machte es heilig, weil er sich an diesem Tag nach all seiner Schöpfungsarbeit ausruhte.

Das Wort Jesu „bleib in mir“ sagt mir, ich soll in Verbindung bleiben, in Kommunikation sein und ich wünsche uns allen einen schönen ersten Jahrestag des Tages des „Lobes und Erntedankfestes“.

Johannes 15: 1-11 Bleib in mir wie ich in dir. Wie ein Zweig nicht allein Früchte tragen kann, wenn er nicht Teil des Weinstocks bleibt, kannst du es auch nicht, wenn du nicht in mir bleibst. Ich bin der Weinstock, du bist es die Zweige. Wer in mir bleibt, mit mir in ihm, trägt reichlich Früchte; denn von mir abgeschnitten kann man nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, wird wie ein Zweig weggeworfen … Wenn du meine Gebote hältst wird in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin. Ich habe dir dies gesagt, damit meine eigene Freude in dir ist und deine Freude vollständig ist.

Sr. Juliana NDS

Shawuot – Pfingsten

first-fruits_of_lemon-225x300“Wenn man die Sichel an den Halm legt, sollst du beginnen, sieben Wochen zu zählen. Danach sollst du…das Wochenfest feiern“ (auf Hebräisch: hag ha-shavuot, vgl. Deut 16.9). Sieben Wochen (und sogar fünfzig Tage, vgl. Lev. 23.16) nach der Gerstenernte zu Pessach feiert man im Fest Shavuot das Ende der Weizenernte (auf Hebräisch: hag ha-katsir, vgl. Ex 23.16).

Später wurde der Auszug aus Ägypten dem landwirtschaftlichen Pessachfest aufgepfropft, und der Empfang der Tora dem landwirtschaftlichen Fest Shawuot: von einer Ernte zur andern, vom Frühling zum Sommer: die Zeit der Reife, der Übergang von einer äußeren, physischen, zu einer spirituellen Befreiung.

Denn die jüdische Tradition sieht den Empfang der Tora als das Ziel des Auszugs aus Ägypten: „Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen können“, wie Moses dem Pharao unermüdlich immer wieder im Namen des Herrn sagt (vgl.. Ex 4.22; 5.1; 7.16.28; 8.16; 9.1.13; 10.3). Was „Dienst“ hier meint, ist nichts anderes als: die Torah empfangen und die Gebote in die Tat umsetzen (Rashi zu Ex 3:12).

So gibt es kein Pessach ohne Shawuot und auch kein Shawuot ohne Pessach. Deshalb werden die Tage vom einen Fest zum andern – dem biblischen Gebot entsprechend – gezählt: das ist das „Omer-Zählen“ („Omer“ bedeutet Garbe: zu Pessach die Gerstengarbe, und zu Shawuot die Weizengarbe).

Darüber hinaus ist, laut Mischna, einer der Shavuot-Namen “atzeret” (Rosch ha-Schana 1,2), was man als „Vollendung“ (von Pessach) übersetzen kann (Flavius Josephus, Jüdische Altertümer III, 252).

Erst lange nach der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n.u.Z.) wurde aus dem landwirtschaftlichen Shawuot-Fest das Fest des Tora-Empfanges.

Aber in der Schrift gibt es nicht wenige Anspielungen, die zu der Annahme führen, dass schon zur Zeit des Zweiten Tempels das Fest Shawuot die privilegierte Zeit war, um den Sinaibund zu erneuern (vgl. 2 Chr. 14.10-15??)

Erstens war die Gotteserscheinung am Sinai, nach Ex 19.1, drei Monate nach dem Exodus von Ägypten, also zur Zeit von Shawuot.

Zweitens belegen die Qumranschriften, dass die wichtigste Zeremonie der Sekte, die den Bundesschluss bezeichnete, an diesem Tag stattfand (I QS 1.16-3.12). Und nach dem Buch der Jubiläen wurde der Bund mit Noach und der mit Abraham an Shawuot erinnert (Buch der Jubiläen [2. Jahrh. v.u.Z.], VI, 15-22)
Und schließlich wurde der Bericht über die Ausschüttung des Geistes am Tag von Shawuot („Pentekoste“ im neutestamentlichen Griechisch, Pentecost im Englischen, entspricht dem hebräischen „Shawuot“ in der Septuaginta; das Wort erinnert an die 50 Tage, die Shawuot von Pessach trennen) zweifellos von der Gotteserscheinung am Sinai inspiriert, nach Ex 19-20 und den rabbinischen Kommentaren hiezu.
Denn diese Kommentare berichten, dass das Wort Gottes am Sinai wie Feuer aus Gottes Mund entsprang und in 70 Zungen unterteilt war, da es für alle Nationen der Welt bestimmt war und jede es so verstand, wie sie konnte (Mekhilta de Rabbi Ishmael zu Ex 20.18; Exodus Rabba).

Wie wird Shawuot heute gefeiert?

Es ist gut, sich daran zu erinnern, dass dieses Fest, das zweite aus der Reihe der Pilgerfeste, zur Zeit des Tempels im Wesentlichen eine landwirtschaftliche Feier war. Garben von der Weizenernte und Brot (vgl. Lev. 23.15-17) wie auch die ersten Erntefrüchte der Saison wurden zum Tempel gebracht (ein anderer Name für Shawuot ist “yom ha bikurim”, Tag der Erstlingsfrüchte, vgl. Num. 26.28); (vgl. Deut. 26.1-11; Mishna Bikutim Kap. 3).

Dieser Brauch wurde nach der Zerstörung des Zweiten Tempels aufgegeben. In den nicht-religiösen Kibbutzim wird Shawuot allerdings noch immer als ein schönes Fest der Natur gefeiert.
Die Liturgie des Tages beinhaltet die Lesung der Tora in Ex. 19 und 20 und die prophetische Lesung aus Ezechiel 1 – 3.12.

Warum werden Ezechiels seltsame Visionen an diesem Tag gelesen? Es heißt, dass die Kinder Israels an dem Tag, da ihnen die Tora geschenkt wurde, eine mystische Reife erlangt hatten, die dieser Visionen wert war… Es heißt sogar, dass der Tod nicht mehr über sie herrschen sollte. Unglücklicherweise folgte auf diese Gabe aber die Sünde mit dem goldenen Kalb (Ex 32).

Das Buch Rut ist auch eine der traditionellen Lesungen. Seine Erzählung gehört zwischen die Gersteernte zu Pessach und die Weizenernte an Shawuot (Rut 1.22; 2.23). Rut ist das Symbol der Heiden, die das Volk Israel als ihr Volk annahmen, den Gott Israels als ihren Gott, und die so in den Bund eintraten, indem sie das Geschenk der Tora willkommen hießen. Rut kannte die Tora nicht, aber sie lebte instinktiv das Wesentliche darin, nämlich Kindesliebe und Freundlichkeit. Sie ist die Ahnherrin Davids (Rut 4.18-22), der an Shawuot geboren werden und sterben wird.

In der Nacht vor Shavuot trifft man sich üblicherweise in Häusern oder Synagogen, und in Jerusalem am Kotel, der „Klagemauer“, um „tikun“ zu tun. „Tikun“ bedeutet „Wiedergutmachung“, sogar Erlösung. Im Kontext von Shawuot soll diese Nacht den Schlaf der Kinder Israels „wiedergutmachen“, die in Schlaf fielen, während ihnen die Tora geschenkt wurde. In einem allgemeineren Sinn hat das Studium der Tora die Kraft, die Welt zu erlösen.
Eine Art dieses Studiums besteht darin, die “Halskettenmethode” zu verwenden. Verse werden aus den drei großen Teilen der Schrift (Tora, Propheten, Schriften) herausgenommen; diese Verse sind wie Perlen, und mit Hilfe eines Themas, das sie zusammenführt, werden sie wie die Perlen einer Halskette zusammengefügt.
Auf diese Weise wird die Einheit der Teile der Schrift aufgezeigt, die Einstimmigkeit, mit der diese oder jene Wahrheit verkündet wird, die die gesamte Schrift bekräftigt. Dieser Methode bediente sich Jesus bei den Jüngern von Emmaus. Auf diese Weise lehrt sie Jesus, dass man nicht in die Herrlichkeit eingehen kann, ohne das Leid zu durchschreiten (Lk 24:27 und 44-47).

Wenn wir am Tag von Pfingsten als Christen durch die Gabe des Geistes erneuert werden, können wir uns unseren Brüdern und Schwestern im jüdischen Volk nahe fühlen, und wir können uns bewusst werden, dass es kein Zufall ist, wenn der Geist, die Frucht von Jesu österlichem Geheimnis, über allem Fleisch ausgegossen wurde, zunächst über der kleinen Gruppe von Jüngern, die mit Maria am Berg Sion versammelt waren (die Tradition des Abendmahlssaales am Berg Sion geht auf das 4. – 5. Jahrhundert u.Z. zurück).

Erinnern wir uns: die Tora kommt von Zion und das Wort Gottes aus Jerusalem (Jes. 2.2-6). Vom Berg Sinai zum Berg Zion: man gelangt vom besonderen Bund mit Israel zu dem Bund, der sich den Nationen öffnet. Diese zwei Berge schließen einander in keiner Weise aus; sie unterstützen einander vielmehr gegenseitig; und sie stehen im Dialog miteinander, damit die Einheit von Gottes Plan sichtbar wird, der sowohl Israel als auch die Nationen enthält.

Sr. Anne-Catherine Avril, NDS
Ein Kerem