Jahr: 2016

Es weihnachtet sehr!

Gerade hat Advent mal begonnen und Weihnachten ist auch schon da und fast wieder vorbei. Wie immer gibt es viele Aktivitäten rund um und ich versuche doch jedes Jahr die Zeit ein wenig besinnlich zu gestalten. Dieses Jahr haben wir lassen innerhalb unserer Gemeinschaften hier in Jerusalem eine alte Weihnacht Tradition aufblühen. In den Lateinamerikanischen Ländern wird sie Posada genannt, in Österreich Herbergsuche und selbst in Indonesien unter den Christen ist dieser Brauch beheimatet. Nach dem Einlass in die warme Stube haben wir ein Repertoire an Weihnachtsliedern auf Portugiesisch und Spanisch, auf Deutsch, English und Bahasa (eine Indonesische Sprache) gesungen. Einer unserer Mitbrüder, Tiago, ist Gitarrist und Sänger und hat uns begleitet. Die Herbergsuche wurde eine einladende, sinnvolle Erfahrung und eine willkommene Geste und brachte die so gewünschte Besinnlichkeit. Für den Weihnachtstag wurden wir eingeladen unser Repertoire für die Herbergsuche noch mit der Hebräisch sprechenden Gemeinde zu teilen. Diese Einladung nahmen wir gerne an. Die Gemeindemitglieder der Hebräisch sprechenden Gemeinde kommen aus Indien, Philippinen, Lateinamerika, Äthiopien und anderen Afrikanischen Ländern. Teilweise sind es Immigranten und …

Christmas 2016 in Cairo

This is Magy! Magy died this past Tuesday as a result of the attack on the „Botrosia“ church on Sunday Dec. 11. Some of you know about Magy because we had asked for prayers for her. On Wednesday she had an extraordinary funeral, which has been described as more like a wedding. Her coffin was white, her lovely young mom refused to wear black and said she didn’t want people to mourn… she had returned „home“ to the One who gave her to them 10 years ago. Magy was our next door neighbor, and though we didn’t even know her name before, we feel blessed to have met her occasionally in the lift and to know her parents and little sister are still there, on the other side of our living room wall. The tears that Am Samir, our Moslem security man wept for her, were precious and showed us what an effect this little girl had had on him. This last week of Advent has sort of been „taken over“ by Magy and our …

Solidaritätspilgerreise Israel / Palästina 2016

Ein Karem, Montag, 14. November 2016 Am 23. Oktober hießen wir die Gruppe von Pax Christi Österreich und des österreichischen Zweig des Intern. Versöhnungsbund mit einem leckeren Picknick in unserer Gemeinschaft willkommen. Sr. Juliana ging auch mit der Gruppe in den Garten, um mit ihnen über die Patres Theodore und Alphonse Ratisbonne zu sprechen und ihnen zu sagen, wie die Schwestern nach Jerusalem gekommen sind. Danach sind wir zu Fuß mit ihnen zu “Johannes in der Wüste” gegangen, und anschließend sind wir mit dem Bus nach Bethlehem gefahren, wo wir sieben Tage im Caritas Gästehaus “Betharram” geblieben sind. Später gingen wir für drei Tage zur Casa Nova in Tiberias. Am nächsten Morgen gingen wir zum “Zelt der Nationen” südlich von Beth Jalla / Bethlehem, wo uns das Projekt von Daoud Nassar, einem palästinensischen Christen, vorgestellt wurde. Er erklärte uns auch die Geschichte des Ortes and die schwierige Situation, die sich mit der israelischen Regierung und den jüdischen Siedlern entwickelt hat. Sie führen auch Bildungsprojekte durch, zum Beispiel das Pflanzen von Bäumen, Sommerlager für Kinder, das Ernten von …

Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden

Die Botschaft des Papstes kann hier als pdf herunter geladen werden: Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden 1. Am Anfang dieses neuen Jahres übermittle ich allen Völkern und Nationen der Welt, den Staats- und Regierungschefs sowie den Verantwortungsträgern der Religionsgemeinschaften und der verschiedenen Gruppierungen der Zivilgesellschaft meine tief empfundenen Wünsche für den Frieden. Jedem Mann, jeder Frau und jedem Kind wünsche ich Frieden und bete, dass das Abbild und die Ähnlichkeit Gottes in jedem Menschen uns gestatten, einander als heilige Gaben zu erkennen, die mit einer unermesslichen Würde ausgestattet sind. Respektieren wir vor allem in Konfliktsituationen diese » tiefgründigste Würde «[1] und machen wir die aktive Gewaltfreiheit zu unserem Lebensstil. Dies ist die Botschaft zum fünfzigsten Weltfriedenstag. In der ersten dieser Botschaften wendete sich der selige Papst Paul VI. an alle Völker – nicht nur an die Katholiken – mit unmissverständlichen Worten: » Es hat sich endlich ganz klar herausgestellt, dass der Friede der einzig wahre Weg menschlichen Fortschritts ist (nicht die Spannungen ehrgeiziger Nationalismen, nicht die gewaltsamen Eroberungen, nicht die Unterdrückungen, die eine …

Normal und anders

Vom Genetiker Markus Hengstschläger stammt das Buch Die Durchschnittsfalle. Gene  Talente – Chancen:1 Die Mittelmäßigkeit ist der Liebling der Österreicher. Das führt unser Land in eine evolutionäre Sackgasse. „Der Durchschnitt hat noch nie etwas Innovatives geleistet. Da schwärmt ein Vater: ‚Mein Sohn ist so problemlos, ist noch nie negativ aufgefallen.‘ Aber auch positives Auffallen ist nicht erwünscht. Das wäre nämlich Stress. Die Gesellschaft arbeitet immer auf den Durchschnitt hin. Wie soll etwa eine Durchschnittsnote entscheiden, ob jemand ein guter Arzt wird? Der statistische Durchschnitt bringt nicht weiter und ist nicht zukunftstauglich. Eine repressive Egalität blendet das konkrete antlitzhafte Du mit der konkreten Wirklichkeit von Leid, Angst, Unterdrückung und Tod aber aus. Individualität hat keine Chance. Was ist bei einem statistischen Durchschnitt mit dem konkreten Gesicht, mit dem Antlitz, mit dem Namen? Was mit der Zärtlichkeit und mit dem Eros, was mit der Schönheit, was mit dem Beten? Sind Zahlen arbeitslos? Haben Statistiken Probleme? Sterben Zahlen an Krankheiten? In der Sache geht es um das Talent oder auch Charisma, also um das individuelle, besondere Wissen, Können …