Monate: April 2017

Ostern 2017 in Hofheim

Jetzt sind wir (Sr. Mechthild, Sr. Anna, Sr. Clemens-Maria) schon ein gutes halbes Jahr hier in Hofheim am Taunus, in einem Haus der Schwestern vom Guten Hirten. Eins wird uns mit jedem Tag klar: „Wie vergeht die Zeit so schnell!“ „Wie es uns so geht?“ – „Ausgezeichnet!“ Jede von uns hat ein Zimmer, ihren eigenen Lebensraum. Hinzukommt noch ein Gemeinschaftsraum. So können wir leichter, jede für sich und auch als Gemeinschaft, unsere Individualität erfahren und einbringen. Unser Wohnraum, mit Balkon, öffnet sich nach Osten. Herrliche Sonnenaufgänge am frühen Morgen lassen uns immer wieder unsere Tage mit Licht und Staunen beginnen. Noch haben wir gute Sicht durch einige Baumreihen hindurch und damit die Möglichkeit, den Ort Hofheim, aber auch die Nähe des Rhein-Main-Flughafens zu erspüren. Doch mit fortschreitenden Frühling ist es, als ziehe eine unsichtbare Hand einen Vorhang zu. Häuserdächer verschwinden langsam und Start- und Landebahnen sind nur noch durch sehr begrenzten Fluglärm zu bestimmen. Doch hin und wieder blitzen immer noch gelbe und rote Lichter von den Flugzeugen durch das dichter werdende Laub. Morgens sitzen wir …

Leben in Fülle bis zum Schluß

Wenn man die neue Wohnebene 1 im Maria-Droste-Haus betritt, erwartet einen ein lichtdurchfluteter, großzügiger Raum mit Holzfußboden und Küchenzeile. Freundlich gestaltete Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. Dieser Gemeinschaftsraum ist das Herzstück der ersten bezugsfertigen „Christlichen, selbstbestimmten und ambulant betreuten Wohngemeinschaft“ der Schwestern vom Guten Hirten in der Schlossstraße 115. „Wir sind stolz, ein solches Pilotprojekt in Hessen auf den Weg gebracht zu haben“, sagt Konventsleiterin Schwester Gudula Busch. Nachdem das Altenheim der Ordensschwestern im Maria-Droste-Haus finanziell nicht mehr tragbar war, hatte man nach einer innovativen Lösung gesucht (die HOFHEIMER ZEITUNG berichtete). Diese sollte den Bewohnern eine Möglichkeit bieten, ihre Ressourcen einzubringen. „Wir möchten nicht vor uns hinvegetieren, weil wir nicht gefordert werden. Unser Motto ist: Leben in Fülle bis zum Schluss“, so Schwester Gudula weiter. Noch sind Wohnungen frei Seit Januar sind sieben Firmen damit beschäftigt, die räumlichen Voraussetzungen zu schaffen. Für das Entstehen des Gemeinschaftsraumes mussten beispielsweise mehrere Wände herausgerissen und Fundamente im Keller verstärkt werden. Das Dachgeschoss ist ebenfalls bereits nahezu so weit, Mitte Mai wird die dritte Wohnebene fertig, dann wird der …