Monate: Dezember 2019

Jüdische Riten

Die Beschneidung (siehe Lukas 1,59; 2,21) wir lesen in der Schrift: Genesis 17 Veränderung des Namens, V. 5 (der Name Sara wird auch geändert werden: V. 15) Zeichen des Bundes Gottes mit jedem einzelnen männlichen Menschen in Israel (V. 22). Das Wort „Bund“ kommt acht mal in diesem Kapitel vor. Andere „Zeichen“ des Bundes: der Regenbogen: Gen 9,12 (siehe V. 8 und 11). Der Regenbogen ist Zeichen des universellen Bundes Gottes mit dem Kosmos. Der Sabbath ist „Zeichen“ des Bundes: Ex 31,12.16.17, der Bund Gottes mit dem Volk Israel; der Mensch, der dieses Zeichen nicht beachtet, wird von der Gemeinschaft abgeschnitten: V. 14 (siehe Joh 7,22-24). In der Liturgie Der Name wird dem Kind am Tag der Beschneidung gegeben: „Er wird in Israel heißen“: קרא שמו בישראל. Er erhält seinen Platz, seine Berufung im Volk Israel und wird in seine Geschichte aufgenommen. Bedeutung des Blutes: Verweis auf Ezech 16, eine Allegorie des Bundes. In V. 16: „(Ich sage dir): In deinen Bluten lebe; in deinen Bluten lebe“ בדמיך, חיי, בדמיך,חיי Die jüdische Tradition sieht in …

Chanukka und Weihnachten

Channukah und Weihnachten werden oft zur gleichen Zeit im Kalenderjahr gefeiert. Folgende Gedanken laden uns ein, hinzuhören, wie diese zwei Feste ein Echo aufeinander geben. Das Licht… denn Chanukkah wird mit Lichtern gefeiert, acht kleinen Flammen, die jeweils während der acht Tage des Festes angezündet werden. Chanukkah wird schon von Flavius Josephus „die Lichter“ genannt, da der Sieg der Makkabäer den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit aufgezeigt hat, und der Heilige Hieronymus nimmt diese Interpretation für sich selber in seinem Kommentar zu Joh 10,22 auf, wenn er sagt: „das Licht der Freiheit“. In der rabbinischen Tradition geht es um den Sieg der Torah („eine Lampe für meine Schritte, ein Licht auf meinem Weg“) über die Dunkelheit des Heidentums des griechischen Reiches, das sie verboten hat. Der Tempel… denn Chanukkah erinnert an die „Weihe“ (das ist die Bedeutung des Wortes „chanukah“) des Tempels nach seiner Entweihung durch das griechische Reich. Die jüdischen Kommentare zu diesem Fest betonen die Bedeutung des Tempels als Wohnort Gottes inmitten seines Volkes, was der Ursprung dafür war, dass seine Reinigung und erneute …

Advent 2019

Die Zeit leuchtender Kinderaugen in denen sich zunehmend mehr Kerzen spiegeln, beginnt! Oder was verbinden Sie mit diesem Sonntag? Auf jeden Fall ist es der Beginn eines neuen Kirchenjahres, eines neuen Durchgang durch die verschiedenen Feiern der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Wir Menschen brauchen in unserem Leben Festzeiten und Feiertage, die unserem Alltag Rhythmus und Unterbrechung geben. Gottes Leben mit uns hilft uns diesen Rhythmus des Lebens nicht zu vergessen. Advent also, auf lateinisch „advenire“ – auf etwas zu gehen, entgegen kommen. Was kommt auf uns zu? Auf was gehen wir zu? Gehen wir überhaupt auf etwas zu, in Wachheit für das was ist, um uns herum, in uns – vielleicht in Sorge oder in Vorfreude? Oder sind wir trüb in der Routine des Alltags, in den Schmerzen von Krankheit versunken? Die Worte Jesu im Evangelium heute sind ein ziemlicher Weckruf! Dass wir wachsam und bereit sein sollen für die Ankunft Gottes in unserem Leben. Jesus ist damals vor 2.000 Jahren zur Welt gekommen, in Bethlehem, im von den Römern besetzten Land der Juden. …

Unsere Adventreise 2019-4

Der Vierte Adventsonntag bringt us einen wesentlichen Schritt weiter auf unserer Reise. Die Liturgie dieses Sonntags baut auf auf den Einsichten der vorhergegangenen Wochen in der Wüste, und verdeutlicht sie in der Intimität der Verkündigung an Maria [Lk 1]. Das Gefühl für Gott, für uns selbst und für gegenseitiges Vertrauen, und auch das Versprechen, die Zusicherung und die Zuversicht, die wir in diesem Text hören, laden uns zart dazu ein, Gottes Initiativen in unserem Leben besser zu spüren und willkommen zu heißen – “mir geschehe, was du gesagt hast.” Und wieder spielen die anderen zwei Lesungen dieser Liturgie eine stark unterstützende Rolle für die zentrale Geschichte. In 2 Sam 7 erinnert Gott David daran, wie innig verbunden er immer mit ihm war, ob er nun der Hirte von Herden oder der Fürst des Volkes war. Intimität und Gegenseitigkeit, Versprechung und Zusicherung zeigen klar die Einzigartigkeit dieser Beziehung in all ihrer Besonderheit, und zwingen uns auch dazu, die Spuren oder das Flüstern intimer göttlicher Initiativen in unsern eigenen Leben zu sehen. In seinem Brief an die …

Unsere Adventreise 2019-3

Der Evangelientext für den Dritten Adventsonntag ist aus dem vierten Evangelium. Jetzt sind wir wieder in der Wüste mit Johannes dem Täufer, aber nunmehr verschiebt sich unsere Aufmerksamkeit von der prophetischen Botschaft des Täufers am Zweiten Sonntag zur Faszination dieses Sonntags mit der Identität des Boten und seiner Mission: “Wer bist du?” und “Wer bist du dann (und tust, was du tust)?” Diese Fragen erinnern an die Herausforderung an Elija am Horeb: “Was tust du hier?” [1 Kön 19,1; 13???]. Das sind grundlegende Fragen, die an verschiedenen Wendepunkten in unserer spirituellen Reise auftauchen, als Einladungen zu Wachstum, zu Klärung, und zu Vertiefung. Werden wir es eine Zeitlang mit diesen Fragen im Herzen aushalten, mit Johannes, in der Wüste, die bekanntlich ein Ort der Versuchung ist. Aber auch der Offenbarung? Die anderen zwei Lesungen dieses Dritten Sonntags können uns bei der Beantwortung dieser Fragen leiten. Die erste Lesung, aus Jes 61, ist der wunderbare Text, der in Lk 4 als Missionsauftrag an Jesus wieder erscheint: „Der Geist Gottes ruht auf mir, weil der Herr mich gesalbt …

Unsere Adventreise 2019-2

Die Zweite und Dritte Adventwoche mahnen uns, einige Zeit in der “Wildnis” zu verbringen und auf die Weisheit Johannes des Täufers zu achten. An beiden Sonntagen spricht wieder Deuterojesaja, ein Prophet des Babylonischen Exils; jetzt in den Evangelientexten, und er deutet damit beide Botschaften wesentlich. Aus Jesaja 40 das Bild des Evangeliums von der Berufung des Johannes: “Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg!” Ist diese Wüste vielleicht ein anderes Symbol für die Dunkelheit unserer Ersten Woche? Wie geleitet uns der Täufer da hindurch? Beide Evangelisten, Markus und Johannes, betonen die Demut dieses Mannes, der so offen Den anerkennt und verkündet, der nach ihm kommen wird, dessen Sandalenriemen zu öffnen er unwürdig ist. Um diese zentrale Botschaft herum werden Markus und Johannes für uns eine Begegnung mit Johannes dem Täufer entfalten. Am Zweiten Sonntag zeichnet Markus ein lebendiges Bild eines kühnen Bußpropheten, der die Vergebung sucht. Sein Aufruf ist unglaublich! Markus ruft uns auf, uns der Menge “von ganz Judäa, die zu ihm hinauszogen” anzuschließen. Wie kommen wir zu dieser Begegnung? …

Friedenslichtreise 2019

Ich durfte am 26. November mit dabei sein als eine Delegation aus 26 Polikern und Wirtschaft mit  Landeshauptmann Stelzer und Viktoria die ausgewählt wurde das Friedenslicht in Bethlehem zu holen. Die Heilige Messe wurde in Bet Zahour am  Hirtenfeld der Pfarrkirche der katholischen Gemeinde gefeiert. Diese Begegnung hat mich berührt, da Österreich als Beitrag für Frieden dieses Licht nicht nur in Österreich verteilt, sondern von Österreich aus in Europa und bis nach Nord Amerika verteilt wird durch freiwillige Helfer die sich aufmachen dieses Licht hinauszutragen in alle Welt. So bete ich das wir Christen im wahrsten Sinne Lichtträger werden und wo immer wir sind durch unseren Glauben an Jesus Christus. Und unsere Art zu leben die Jesus Christus gleich ist wollen wir Zeugnis geben für Wahrheit und Menschlichkeit im Miteinander. Sr. Juliana Baldinger NDS Ein Karem