Tafel – Unsere kostbarsten Entdeckungen

Auszüge aus den Haus Nachrichten

16. Mai 1859: Heute begann die erste Arbeit am Ecce Homo. Die Erde wurde bewegt und die Ausgrabungen begannen. Es gibt 25 Arbeiter.

21. Mai 1859: Halil (der Hauptaufseher) hat für 1.000,- Piaster und 2 „rotols“ Kaffee (gemäß den örtlichen Gepflogenheiten) einen Steinbruch gekauft. Sie sagen, daß die Steine sehr gut sind.

27. Mai 1859: Wir können nicht genug Esel bekommen, um die Erde abzutransportieren.

4. Juli 1859: Beim Beginn der Grabungen für das Fundament wurde der Grund der alten Via Dolorosa als bereits vorhanden gefunden. Die riesigen Pflastersteine bestätigen, daß dieses Grundstück vermutlich einmal ein großer Palast oder Gerichtshof war.

7. Juli 1859: Heute fanden wir einen großen Tunnel, der vermutlich aus dem Palast des Herodes zum Tempel führte. Die Steine sind wunderschön und sehr gut erhalten. Der Architekt sagt, daß es eine großartige Arbeit ist und vielleicht auf die Zeit der Juden zurück geht.

26. Juli 1859: Wunderschöne Steine aus der Zeit Salomons wurden in den Fundamenten gefunden.

15. Sept. 1859: Etwas wie eine Stiege, die wahrscheinlich in den Untergrund führt wurde gefunden. Der Architekt weiß kaum was es ist.

23. Sept. 1859: Ungefähr 150 Personen arbeiten an dem Gebäude. 6 Maurer, 6 Steinmetze.

4. Juni 1860: Der Tunnel der sich an dieser Stelle des Bodens öffnet, ist voll Wasser, das nützlich für die Bauarbeiten sein wird.

10. Juni 1860: Eine Stiege aus wunderbaren Steinen, die zu dem Tunnel führt, wurde gefunden.

16. Juni 1860: Auf einer Seite des Felsen, der aus dem Boden ragt und auf der anderen Seite, ein oder zwei Schritte entfernt ist eine tiefe Kluft oder eine Senke.

29. Nov. 1868: (im Tunnel) Ein Durchgang, 70m lang und 2m breit zwischen zwei geformten Felsen.

Römische Spiele im Keller des Ecce Homo auf dem "Lithostrotos" genannten Steinpflaster

Römische Spiele im Keller des Ecce Homo auf dem „Lithostrotos“ genannten Steinpflaster

22.-23. 3. 1933: Während unsere Mutter (Mutter Godeleine) irgendwelche Arbeit am Lithostrotos verrichtete, fand sie ein neues römisches Spiel, sehr klar und sehr interessant. Es gibt eine Krone in diesem Spiel.

Diese authentischen Ruinen geben dem Besucher die Gelegenheit zu staunen nachzudenken:

  • die Öffnung des Kanals der Hasmonäer (2. Jhdt BCE)
  • die Zisterne des Herodes mit Namen Strouhtion (35 BCE)
  • das römische Pflaster (2. Jhdt CE) und hinführende römische Straße
  • den kleinen römischen Bogen (2. Jhdt. CE) in der Basilika.